Investoren – hilfreiche Geldgeber

Investition, Foto: tomtitom - Fotolia.com Als Investoren bezeichnet man Personen, die am Kapitalmarkt Geld anlegen oder eben investieren. So werden Investoren häufig auch Anleger oder Kapitalanleger genannt. Die Investoren als Kapitalmarktakteure finden eine Unterteilung in unterschiedliche Gruppen, da sie sich besonders in ihrer Zielsetzung und Strategie oft maßgeblich voneinander unterscheiden.

Privatanleger

So gibt es die Privatanleger, die auch oft Kleinanleger oder Retailanleger genannt werden. Sie stellen normale Personen dar, die nicht über einen speziellen Pool an Wissen verfügen, der das finanzielle Geschehen am Kapitalmarkt betrifft. Durch diesen Mangel an Wissen sind die Privatanleger beispielsweise speziell durch die MiFID (Markets in Financial Instruments Directive) vor Betrug und ähnlichen Problemen geschützt.

Institutionellen Anleger

Eine weitere Gruppe bilden die institutionellen Anleger. Diese Form der Investoren bekleiden meist Banken, Anlagegesellschaften, Industrieunternehmen oder auch Versicherungsunternehmen. Im Gegensatz zu den Kleinanlegern investieren die institutionellen Anleger meist große Summen und handeln nach bestimmten Strategien. Allein durch die großen Risiken, die die Investition großer Geldbeträge mit sich bringt, sind die institutionellen Anleger stets bestrebt, gute Erfahrungswerte und ein breites Wissensspektrum über das Marktgeschehen zu haben. Aus diesem Grund sind die institutionellen Anleger oft auch weniger geschützt, als andere Investoren.

Die verschiedenen Investitionsarten

Auch nach der Anlagemotivation lassen sich Investoren unterscheiden. Handelt es sich beispielsweise um das strategische Investment, so wird besonders auf eine direkte Verbindung der Investitionsgüter zum eigenen Unternehmen ein großes Augenmerk gelegt. So ist es zum Beispiel strategisches Investment, wenn Investoren aus dem produzierenden Gewerbe sogenannte Rohstofffutures kaufen, um die Versorgung mit dem betreffenden Rohstoff auch in Zukunft sichern zu können.


Eine weitere Anlagemotivation ist das Finanzinvestment. Hier liegt der Fokus auf den Erträgen, die das Investitionsobjekt erwirtschaftet und auf eventuellen Gewinnen durch dessen Wertsteigerung. So sind Investoren, die das Finanzinvestment verfolgen, beispielsweise darauf bedacht, aus dem Verkauf des Investitionsobjektes in der Zukunft einen lukrativen Profit zu schlagen.


Die letzte Möglichkeit, Investoren zu unterscheiden, ist die Gliederung nach Anlageobjekten.
So gibt es die Unternehmensbeteiligungen, die mit dem Kauf von Anteilen eines Unternehmens einhergehen. Diese Anteile können Aktien, Aktienfonds, Kommandit- oder GmbH-Anteile sein. Bei der Investition in Aktien ist der Investor automatisch auch Aktionär des betreffenden Unternehmens.

Bei börsennotierten Unternehmen geschieht der Erwerb und das Veräußern der Aktien und Wertpapiere an sogenannten Börsenmarkt. Investoren sind hier auf ein gutes Geschick und Gefühl für den richtigen Zeitpunkt angewiesen. Auch an nicht börsennotierten Unternehmen kann sich ein Investor beteiligen. Dies nennt sich in der Fachsprache Private Equity. Die Beteiligung an den betreffenden Unternehmen geschieht durch einfachen Kauf der Geschäftsanteile.


In der Gruppe der Finanzanlageobjekte gibt es eine breite Vielzahl an möglichen Investitionsmöglichkeiten. Investoren sollten sich also im Vorhinein darüber im Klaren sein, in welche Form oder auch Formen sie investieren möchten. So können auch Anteilscheine, Optionsscheine, Zertifikate, Wandelanleihen oder andere verzinsliche Wertpapiere eine gute und lukrative Möglichkeit sein, Geld zu investieren.


Sogar Briefmarken sind theoretisch betrachtet Finanzanlageobjekte, da sie über einen eigenen Wert verfügen und zur Inanspruchnahme einer Dienstleistung berechtigen. In Briefmarken zu investieren ist alles für die meisten Investoren keine lukrative Alternative, da es sich nicht um Geschäftsanteile im eigentlichen Sinne handelt. Auch berechtigen Briefmarken die Investoren nicht zur Beteiligung an Boni oder Gewinnausschüttungen.

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